Von 8 Bit zu sagenhaften 16 Bit

Um die Technik und deren Weiterentwicklung zu zeigen, dient dieses Kapitel. Beginnend mit den technischen Standards der 3 Generation:

In den früheren Genrationen war es fast noch Standard keine Prozessoren in die Heimkonsolen einzubauen, sondern fest verdrahtete Systeme zu produzieren, die nur rudimentäre Aufgabe erledigen konnten. Ab der Generation 3 stirbt diese Verdrahtung dank fortschreitender Entwicklung leistungsstarker und günstiger Prozessoren langsam aus. Ab jetzt berechnen die meisten Konsolen ihre Spielleistung wie die Heimcomputer, im Stil von Commodore 64, in Echtzeit.

Einen der technischen Standards dieser Zeit kann am Beispiel von Nintendo veranschaulicht werden:

Der Family Computer von Nintendo erscheint 1983. Auf der HeimkonsoleFamicom Konsole können bis zu zwei Spieler ein Bild in der Größe von 256 x 240 Pixel im 8 Bit Stil bestaunen, das typisch für den Prozessor, nur 25 aus 52 Farben und maximal 64 Sprites gleichzeitig darstellen kann. Durch den 6502 Prozessor von MOS Technology und der zugeschalteten Picture Processing Unit mit 2 KByte interner RAM und weiteren 2 KByte Video-RAM im PPU, kann die CPU Leistung stark entlastet werden, wodurch die grafischen Elemente flüssiger dargestellt werden können. Die Soundqualität wird durch einen 5-Kanal-Soundchip gewährleistet. Auf den Modulen hatten Spiele bis zu 6 Mbit Platz. Zusätzlich konnten die Module bei bestimmten Spielen auch die RAM Zahl etwas erhöhen.

Das System wurde 1985 durch die 2. Version des Famicon, dem NES, technisch etwas verändert. Die Videoausgabeauflösung wurde für den amerikanischen und europäischen Raum angepasst und enthielt jetzt auch 256×224 Pixel (NTSC) 256×240 Pixel (PAL) Ausgänge.

Obwohl Nintendos Famicon einen technischen Standard festlegt, baut Atari bei seiner 7800 noch auf schlechtere Bauteile. Obwohl wie im Famico ein 6502 Prozessor eingebaut wurde, konnte nur eine Auflösung von 160×242 Pixeln dargestellt werden und unterlag gleichzeitig im Sound, weshalb einige Spiele sogar extra Audio-Chips eingebaut bekamen, um die Qualität leicht zu heben. Zusätzlich waren die Atari Module auf gerade einmal 128 KB beschränkt, was die Spiele stark einschränkte.

Der wohl größte technische Fortschritt der Systeme dieser Zeitperiode, war der Sprung auf 16 Bit Prozessoren. Aufgrund der erhöhten Taktung von einem auf zwei Byte gleichzeitig pro Takt, können mehr Informationen in der gleichen Zeit verarbeitet und somit komplexere und leistungsstärkere Spiele unterstützt werden, was sich in besserer Grafik und flüssigeren Animationen widerspiegelt.

SEGA Mega DriveAls Beispiel nehmen wir den Mega Drive von SEGA von 1988. Diese Konsole stand am Anfang der 4. Generation und war mit einem 16 Bit-Prozessor mit 7,67 MHz (NTSC), 7,60 MHz (PAL) ausgestattet. Sie konnte aus einer Farbpalette von 512 Farben, gleichzeitig 64 Farben bei einer Auflösung von 320 x 224 (NTSC), 320 x 240 (PAL) in bis zu 80 Spirtes Pixel wiedergeben, was eine enorme Steigerung zu 8 Bit zeigt. Der Sound wurde durch einen 6 Channel FM Chip von Yamaha erzeugt und durch eine sekundäre CPU unterstützt.

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